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01.06.2014

Schlossvippacher Orgelpfeifer


 

In der Reihe besonderer Konzerte waren am 01.06.2014 die Schloßvippacher Orgelpfeifer in der Kirche Gernewitz zu Gast.Schlossvippacher Orgelpfeifer

Eine lebende Orgel? Das soll funktionieren? Klar. Es geht, das haben wir erlebt.

8 Töne, mehrfach unterlegt.
Es sei eigentlich ganz einfach, wie uns glaubwürdig versichert wurde: „Im Grunde genommen können die Pfeifen von unmusikalischen Personen gespielt werden. Wichtig ist aber, dass der Dirigent ordentliche Arbeit leistet.“

Na gut, so einfach ist es mit Sicherheit nicht, schließlich müssen die Einsätze stimmen, die Pfeifen funktionieren, und und und.

Faszinierend, wie genau den Anweisungen des Dirigenten gefolgt wurde, sogar als er einmal ‚daneben‘ dirigierte.
Auch dass eben nicht immer jede Pfeife voll mitspielte konnte dem gelungenen Gesamtergebnis keinen Dämpfer versetzen.

Das Repertoire? Breit gefächert. Sehr breit gefächert: von Haydns 94. Sinfonie (natürlich inkl. dem Paukenschlag) über Popmusik, geselliger Musik bis hin zu Marlene Dietrichs Lili Marleen.
Der Einen oder dem Anderen war dieser Bogen somit vielleicht etwas zu weit gespannt für ein Konzert in einer Kirche. Aber warum nicht? Schließlich ist die Kirche ein Ort der Begegnung, der Entspannung, mit sehr guter Akustik.

Abwechselnd mit den Orgelpfeifern entlockte Frau Urban der Orgel der Kirche Gernewitz Töne, die nicht so oft in einer Kirche zu hören sind.

Ebenso unterhaltsam wie die Musikstücke waren die Wortbeiträge der Orgelpfeifer: ein herzerfrischender ‚Bericht‘ über das Alter, eine eindringliche Aufforderung „gönn dir was“ oder das ‚mitleiderregende‘ Lied eines Ehemannes, der zwar jeden Kneipenstreit schlichten kann, aber – oje – doch so viel Angst vor seiner Frau hat.